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Archiv Bürgerehrungen

14. Bürgerehrung und 11. Neujahrsempfang am 04. Februar 2018

im Veranstaltungsraum des Schützenvereins Hagen

Bürgerehrung_2018

Von links nach rechts

Ortsbürgermeisterin Inge Bardenhagen, Gerhard Schulz (Vater von Frank Schulz,)
der geehrte Frank Schulz , stellv. Ortsbürgermeister Günter Schmidt

Gerhard Schulz, Vater von Frank Schulz, wurde bereits 2006 für die Verdienste um seine ehrenamtlichen Leistungen geehrt.

Foto K. Tietje

Am 04. Februar 2018 wurde durch die Ortsbürgermeisterin zum 14. Mal die Bürgerehrung der Ortschaft Hagen der Hansestadt Stade durchgeführt. Die Laudation wurde durch Dr. Jochen Bergann gehalten.

Geehrt wurde Frank Schulz

Laudatio für Frank Schulz (Es gilt das gesprochene Wort)

Sehr geehrte Frau Ortsbürgermeisterin, liebe Inge,
liebe MDO's (Mitglieder des Ortsrates), Vereinsvorsitzende, Funktionsträger, liebe verehrte Gäste und liebe geehrte Gäste.

Die Bürgerehrung- ein jährlich wiederkehrendes Highlight des Hagener Ortsgeschehens, mitunter verbunden mit längeren vorhergehenden Recherchen bzgl. der Ehrbarkeit einzelner Bürger; die Nominierungen nicht immer einvernehmlich, aber immer ergebnisorientiert.

Für 2018 hat die Jury aus den Vorschlägen der Bürger wieder einen Kandidaten ( vorweg genommen; ein männlicher Kandidat) für ehrenwert erachtet.

Ich wiederum habe heute die Ehre, diesen kurz vorzustellen und namentlich bekannt zu geben.

Der Kandidat ist natürlich ein Sohn Hagens, obgleich nun nicht mehr hier im Orte wohnhaft, aber darüber wollen wir hinwegsehen...

Familienbande führen ihn regelmäßig an seine Geburtsstätte zurück, nicht nur sein Vater, auch die Schwestern sind in Hagen wohnhaft.

Er selbst wurde 1957 geboren, hat seine Schul- und Jugendzeit hier verbracht, was ihn offenbar hinsichtlich des Inhaltes seines späteren Tuns auch geprägt hat.

In seiner Hagener Zeit hat unser Nominierte durchaus schon unterschiedliche Interessensgebiete sondiert; ich erinnere mich unter anderem an lautstarkes Schlagzeugspielen in der Garage seines Elternhauses. Warum dieser Weg zum Drummer nicht weiter verfolgt wurde, kann ich leider nicht beantworten....

Bald schon zog es ihn schon nach HH um etwas Ordentliches zu lernen: Groß-und Außenhandel sollte es sein, in diesem redlichen Beruf hat er nach Ausbildungsende auch drei Jahre gearbeitet....

Doch dann kam der Sinneswandel: Job hingeschmissen (was wohl die Eltern dazu gesagt hatten???) und ein Studium der Germanistik und Psychologie aufgenommen!!

Der Lebensweg sollte anders, ja hoffentlich freier, selbstbestimmter und kreativer verlaufen.

Von 1981 - 1987 dauerten die Studien.... Ich erinnere mich noch an ein zufälliges Aufeinandertreffen in einer Hamburger Studentenkneipe; der Glocke.

Hier sprachen wir derzeit miteinander über unser Tun und unser Kandidat eröffnete mir, er würde an einem Buch arbeiten..! Eine Überraschung für mich, zumal ich bis dahin noch keinen leibhaftigen Autor kannte. Der damit verbundenen intellektuellen Leistung war ich mir derzeit noch nicht bewusst...

Somit erfahren wir dann auch schon etwas über den Beruf unseres Kandidaten: er ist tätig als Autor, Schriftsteller, Redakteur;

aktuell, so hab' ich mir sagen lassen, können wir im Fernsehen ab 05.März die Folgen des Großstadtreviers ansehen, deren Inhalte dann eben auch aus dieser Feder stammen.

Erfolgreich ist er in seinem Tun! Erste Veröffentlichungen erfolgten schon 1982, insgesamt finden wir heute acht literarische Werke, die zwischen 1989 und 2015 verlegt wurden.

Der zu Papier gebrachte Inhalt hat seine Leser und die Literaturkritiker offenbar angesprochen: nicht nur das…! Allerlei Kenner der Materie waren und sind voll des Lobes über den literarischen Stil, die neue unverkennbare Handschrift, nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes sondern ebenso im Sinne des Inhaltes.

Gibt es Vergleiche? .......... Vielleicht ein neuer Charles Bukowski??

Im Laufe seines schriftstellerischen Tuns ist er somit mehrfach ausgezeichnet worden:

1989 Hamburger Literatur Förderpreis

1999 Kasseler Literaturpreis ( für grotesken Humor)

2001 Niedersächsischer Literaturförderpreis

2004 Herbert Fichte Preis in Hamburg

2006 Literaturpreis das neue Buch, Bremen / Irmgard Heilmann Preis, Hamburg

2012 Kranichsteiner Literaturpreis

2015 wiederholt Kasseler Literaturpreis ( f. grotesken Humor)

Doch kommen wir zurück zu den literarischen Werken und vollziehen den Brückenschlag zur Wiege des Geschehens:

In das Bücherregal des Hagener Bildungsbürgers gehören u.a. diese drei Werke: „Kolks Blonde Bräute" (1991) Teil 1

„Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien" (2001) Teil 2

„Das Ouzo-Orakel" (2006) Teil 3

Diese drei Veröffentlichungen fasst unser Autor unter dem Begriff „ Hagener Trilogie" zusammen..

Diese Literarische Trilogie ist für mich ( und offenbar nicht nur für mich....) der Anlass, warum der zu Ehrende heute von mir vorgestellt wird;

Nun wird sein Name preisgegeben; und die Begründung des Vorschlages zur Nominierung will ich aus meiner Sicht nochmal wiederholen, und dabei sprechen wir nicht oder nur wenig von groteskem Humor;

Zitat: „Ich schlage Frank Schulz vor, weil er als Schriftsteller und „Sohn Hagens" in seiner erfolgreichen Literatur Orte und Personen Hagens weiterleben lässt.

In einzigartiger, oft humorvoller Art und Weise ruft er u.a. Personen und deren Charaktere, deren Eigenarten schmeichelhaft in Erinnerung.

Auch die Beschreibung des typischen dörflichen Lebens mit Höhen und Tiefen lässt den Zuhörer oder Leser seiner Geschichten in liebevoller Erinnerung in die Vergangenheit unseres Ortes Hagen zurückreisen."

Lieber Frank, dafür auch mein Dank an Dich; es freut mich ganz besonders, dass auch Du in Kürze zum Kreis der geehrten Hagener Bürger gehören wirst.

Ich bin sicher, dass die Ehrenurkunde neben allen nunmehr unwichtigeren Preisen einen Ehrenplatz bei Dir finden wird…..!